PHILOSOPHISCHE PRAXIS

»Ich werde erst eigentlich ich selbst, wenn ich mich selbst befrage.« 

Karl Jaspers

In einer leistungs- und lösungsorientierten Welt braucht es Räume zum Innehalten – für Fragen ohne schnelle Antwort, für Gespräche ohne Agenda, für sinn- und werteorientierte Reflexion.

Mein Name ist Sofia Disson. Als Philosophin gestalte ich solche Räume – für Selbsterfahrung und Begegnungen, die in die Tiefe gehen. Orte, an denen das Wesentliche wieder in den Blick rückt. Im Zentrum meiner Arbeit stehen sinn- und werteorientierte Einzelgespräche, ergänzt durch Gruppen und Veranstaltungen für gemeinsame Reflexion. An der Schnittstelle von Philosophie, Kunst und öffentlichem Raum entwickle ich außerdem experimentelle Formate, in denen Philosophie nicht nur sprachlich, sondern auch räumlich, ästhetisch und gemeinsam erfahrbar wird.

Philosophie interessiert mich dort, wo sie das gelebte Leben berührt: in Fragen nach Freiheit und Verantwortung, Sinn und Endlichkeit, Autonomie und Verbundenheit – und dort, wo individuelles Erleben auf gesellschaftliche und kulturelle Wirklichkeit trifft.

Ich verstehe Philosophie nicht nur als akademische Disziplin, sondern als eine Form des Denkens, die sich an der Wirklichkeit bewähren muss. Mich interessieren Fragen, die weder rein privat noch rein gesellschaftlich sind: Was trägt ein Leben? Wie verhalten wir uns zu Freiheit und Begrenzung? Welche Vorstellungen von einem guten Leben prägen uns – und welche davon halten einer genaueren Prüfung stand?


Philosophische Einzelgespräche

Im persönlichen Gespräch begleite ich Menschen bei existenziellen Lebensfragen, Entscheidungen, Übergängen und Zeiten der Neuorientierung. Philosophische Praxis schafft Raum, das eigene Leben gründlicher zu verstehen, eigene Maßstäbe zu prüfen und eine tragfähige Ausrichtung zu entwickeln.

In meiner Philosophischen Praxis findet keine klassische Therapie statt – sondern gemeinsame Reflexion. Ein Raum, in dem Erkenntnis nicht aus Deutung oder Erklärung entsteht, sondern aus dem Prozess des Zweifelns. Aus dem gemeinsamen Philosophieren.


Philosophische Gruppengespräche

Die Philosophische Werkstatt ist ein Raum für gemeinsames Denken – öffentlich, lebendig, zugänglich. Hier finden Vorträge, Salons, Denkabende und Bildungsformate statt, in denen Philosophie als gemeinsame Gesprächs- und Kulturpraxis erfahrbar wird.

Im aktuellen Programm verbinden wir Philosophiegeschichte mit existenziellen Themen: Sei es der Zweifel bei Sokrates, die Angst bei Kierkegaard oder die Freiheit bei Sartre. In 90-minütigen Sitzungen verknüpfen wir philosophische Impulse mit existenziellen Fragestellungen und schaffen damit einen einzigartigen Raum für Resonanz und Tiefe.

Für die Teilnahme an der Philosophischen Werkstatt sind keine Vorkenntnisse nötig. Dieser Raum versteht sich als Einstieg oder als Brücke, um Philosophie aus dem Elfenbeinturm zu befreien und für existenzielle Themen fruchtbar zu machen. Hier treffen Menschen aus unterschiedlichen Alters-, Herkunfts- und Berufsgruppen aufeinander und profitieren damit vom Austausch ihrer je individuellen Perspektiven.

Veranstaltungen finden sowohl online als auch in Präsenz statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, sofern freie Plätze zur Verfügung stehen. Um genügend Raum für Teilhabe und Redebeiträge zu gewährleisten sind die Plätze stark limitiert – eine Anmeldung ist daher erforderlich.


Philosophie im öffentlichen Raum: Urban Art Philosophy

Gemeinsam mit kulturellen, kirchlichen oder bildungsorientierten Einrichtungen entwickle ich Projekte an den Schnittstellen von Philosophie, Kunst und Gesellschaft.

Hier entstehen Räume, in denen sich Fragen, Formen und Menschen begegnen: Denkabende, Gesprächskreise, experimentelle Formate, Lichtinstallationen, öffentliche Experimente. Philosophie wird dabei nicht vermittelt – sondern gemeinsam erprobt: dialogisch, situativ, gemeinsam gestaltbar.


Philosophische Praxis findet für mich nicht nur im unmittelbaren Gespräch statt. Sie zeigt sich auch dort, wo Gedanken öffentlich werden – in Interviews, Porträts, eigenen Beiträgen und Projekten an der Schnittstelle von Philosophie, Kunst und Gesellschaft.